Wichtige Infos für Ärzte

Heilmittel: Richtgrößen, Budgetierung, Regressforderungen

 

Als Erbringer von Heilmittel-Leistungen verstehen wir uns  auch als Partner der Ärzte vor Ort. In Zeiten stetig enger werdender Handlungsspielräume  bei gleichzeitig permanent wachsenden Anforderungen an Bürokratie und Dokumentation stellen die anlassbezogenen oder stichprobeweisen Wirtschaftlichkeitskontrollen der KVs eine zusätzliche, enorme Belastung für viele Ärzte dar. Das Risiko, selbst nach vielen Monaten für die Überschreitung des Richtgrößenvolumens (-> Richtgrößen KVWL 2015) rückwirkend in Regress genommen zu werden, hat in vielen Praxen zu einer sehr zurückhaltenden Vorgehensweise geführt.

Auch Zahnärzte und Kieferorthopäden sind gehalten, wirtschaftlich zu verordnen, unterliegen aber nicht den Richtgrößen-Prüfungen ihrer ärztlichen Kolleginn/en.


Negative Folgen für Patienten und..

  • In nicht wenigen Fällen müssen zeit- und kostenintensive Fahrten - z.B. nach Münster - unternommen werden, obwohl die Diagnostik vor Ort in Rheine durchgeführt werden kann. Ein Aufwand der insbesondere für Mütter mit kleinen Kindern oder ältere Patienten eine hohe Belastung darstellt.
  • Es werden nur sehr vereinzelt Langzeittherapien verordnet, obwohl die Leitsymptomatik einen Verordnung außerhalb des Regelfalls anzeigt und diese Art der Verordnung  das Praxisbudget in keiner Weise belastet.
  • Folgeverordnungen sind - trotz dringend angezeigter Therapie ohne Stillstandsphasen - nur schwer oder gar nicht zu bekommen.
  • Im letzten Quartal des Jahres wird besonders zurückhaltend oder nicht verordnet, obwohl oder auch gerade weil in der Praxis keine gesicherten Informationen über die tatsächliche Ausschöpfung des Richtgrößenvolumens bei den verordneten Heilmitteln vorliegen.

...verordnende Ärzte

Aber auch die Folgen für die Praxis können sich sehr nachteilig darstellen. Wenn

  • Verordnungen auf falschen Vordrucken erstellt werden und/oder
  • fehler- oder lückenhaft ausgefüllt sind und/oder
  • falsche Therpiedauern und -frequenzen vorgeschrieben werden

dann können diese fehlerhaften Verordnungen bei einer späteren Prüfung  als "de facto" unwirtschaftlich gewertet werden.

 

 

Wir haben einige Informationen zusammengetragen, die wir Ihnen an dieser Stelle gern zur Verfügung stellen:


1. Unterschiedliche Situationen bei Ärzten und Zahnärzten/Kieferorthopäden

2. Korrekt ausgefüllte Verordnungen

3. Kontrolle über das Verordnungsvolumen behalten

4. Langfristverordnungen nutzen

5. Praxisbesonderheiten belegen

6. Quellen zur aktuellen Sachlage zu Prüfungen und Regressen

7. Stichwortartige Zusammenfassung

 

Solte, trotz größter Sorgfalt bei der Zusammenstellung, eine Information veraltet, unvollständig oder sachlich falsch sein, bitten wir um eine kurze Info an logopaedie@einsteinco.de . Angaben ohne Gewähr · Recherchestand 12/2015

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